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Mammadiagnostik

An die Untersuchung der Brust werden heute hohe Anforderungen gestellt. Wir stellen Ihnen hier sämtliche Verfahren zur Früherkennung und zur Abklärung von Veränderungen der weiblichen Brust vor. Dabei legen wir großen Wert auf die hohe Kompetenz unserer Mitarbeiter, eine zertifizierte apparative Ausstattung und eine gute Kooperation im Rahmen des Brustzentrums Heilbronn-Franken. Wir sind Gründungsmitglied des Brustzentrums Heilbronn-Franken und haben im Juni 2005 ein hochmodernes Mammographiegerät in Betrieb genommen. Die Befunde und die Konsequenzen besprechen wir umgehend und ausführlich mit unseren Patientinnen. Jeder Befund wird von zwei Radiologen bewertet.

Die Früherkennung dient dem Aufspüren bösartiger Veränderungen, bevor diese Beschwerden verursachen.
Dabei kann keine Untersuchung eine Krankheit verhindern, aber gerade bei Brustkrebs gilt, dass viele Frühformen heilbar sind.

Drei Untersuchungen helfen bei der Früherkennung:

1. Die regelmäßige Selbstuntersuchung:
Mindestens einmal im Monat, am besten nach der Regel, sollten Sie Ihre Brust gründlich und in Ruhe abtasten.
Dabei müssen Sie nicht die einzelnen Strukturen, die Sie erfühlen, genau beurteilen können.
Aber: Sie kennen sich selbst am besten und können Veränderungen oft früher ertasten als der Arzt.
Eine Anleitung zur Selbstuntersuchung finden Sie hier...

2. Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt/-ärztin:
Ihr Arzt kann aufgrund seiner Erfahrung unterscheiden, ob es sich bei einem Tastbefund um eine harmlose
Verdichtung der Drüse handelt, oder ob weitere Untersuchungen angezeigt sind.

3. Mammauntersuchung beim Radiologen, wie wir Sie Ihnen anbieten:
Hierbei steht weiterhin die Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) im Vordergrund.
Nur auf den Röntgenbildern lassen sich kleinste Verkalkungen (Mikrokalk) sicher darstellen und in ihrer Form und
Anordnung beurteilen. Dieses ist deshalb wichtig, weil bestimmte Brustkrebsarten bereits in frühen Phasen zu typischen
Verkalkungsmustern führen und ein Tumor so bereits in sehr frühen Stadien entdeckt werden kann und damit natürlich auch
besser behandelt werden kann
.

Eine weitere sehr wichtige Untersuchungsmethode ist der Ultraschall: Hier kann jede tastbare Veränderung zugeordnet werden und relativ sicher zwischen gutartigen Veränderungen wie z.B. Zysten oder Fibroadenomen und einem bösartigen Wachstum differenziert werden. Auch können wir mit dem Ultraschall weitergehend Befunde auf der Mammographie differenzieren.

Um einen gutartigen Befund zu beweisen und Krebs auszuschließen, kann mit einer feinen Nadel eine Gewebsprobe zur Zelluntersuchung entnommen werden, um eine Operation zur Abklärung zu vermeiden. Bei Bedarf können wir stereotaktische, mit der Stereotaxieeinheit der Mammographie gesteuerte, oder sonographische gesteuerte Hochgeschwindigkeitsstanzen durchführen. Vor OPs können wir mit beiden Verfahren Markierungsdrähte für den Operateur einbringen.

Die Kernspintomographie der Brust ist ein hochsensitives Verfahren um bösartige Tumore erkennen zu können. Wir dürfen dieses Verfahren mit der Genehmigung der KV Baden Württemberg auch als Kassenleistung anbieten. Wir benutzten die MRT zur weiteren Differenzierung schwieriger Befunde, zur Diagnose von Narbenrezidiven oder zur Suche nach Zweittumoren vor einer Operation. Befunde, die man nur in der MRT sieht, markieren wir auch in der MRT.

Kleine gutartige Befunde können wir mit der Vakuumstanze auch komplett entfernen oder wir benutzen die Vakuumstanze, um größere Gewebestücke für die histologische Untersuchung zu gewinnen.

Mammographie

Die Mammographie liefert ein übersichtliches, von meheren Untersuchern beurteilbares und vergleichbares Röntgenbild der Brust. Zudem ist die Mammographie die einzige Methode zur Erkennung und Beurteilung von Mikrokalk, kleinen Verkalkungen, die auf bestimmte Krebsvorstufen hinweisen.

Die Beurteilbarkeit der Mammographie - und damit auch die Sicherheit der Diagnose - ist unter anderem abhängig von der Dichte der Drüse.

Die alleinige Mammographie bei Frauen unter 50 / vor der Menopause ist daher unsicher (nur 8% der soliden Tumore unter 1 cm stellen sich in einer dichten Brust mammographisch dar).

Da mit zunehmendem Alter zum einen die Dichte der Drüse abnimmt, zum anderen aber das Brustkrebsrisiko steigt, ist die Mammographie besonders für die Frauen ab 50 geeignet.

Der Nutzen der Mammographie überwiegt ab dem 40. Lebensjahr das Risiko durch die Strahlenbelastung (bei jährlicher Mammographie ab 40 steigt das Krebs-Risiko um 0,036%). Das heißt bei einem natürlichen Risiko von 12% steigt das Risiko durch jährliche Mammographie auf 12,036%. Der Nutzen überwiegt hier bei weitem.

Bei der Mammographie wird die Brust komprimiert.
Dieses dient zum einen der guten Beurteilbarkeit, zum anderen kann so die Strahlenbelastung gesenkt werden. Nu wenige Frauen empfinden die Untersuchung als unangenehm.

     

Digitale Mammographie Siemens, stereotaktische Markierungen, stereotaktische Vakuumstanze
 
Ultraschall

Der Ultraschall gilt als ergänzende Untersuchung bei dichtem Drüsenkörper, in dem sich mammographisch Befunde "verstecken" können.

Ultraschall ist kostengünstig, nicht belastend (keine Röntgenstrahlen) und weit verbreitet.

Da 5-10% aller Karzinome nur im Ultraschall auffallen, ist diese Untersuchung insbesondere bei jüngeren Frauen eine sehr sinnvolle Ergänzung.

Tastbefunde bedürfen immer einer Ultraschalluntersuchung, denn tastbare Veränderungen sind im Ultraschall immer sichtbar.

Bei jüngeren Frauen kann der Ultraschall auch als erste Untersuchung zur Abkärung eines Tastbefundes eingesetzt werden.

Auch hier gilt in besonderem Maße: die Sicherheit der Diagnose hängt nicht nur von der Qualität der Geräte, sondern ganz besonders auch von der Ausbildung und Erfahrung des Untersuchers ab.

 

 

Biopsien / Markierungen

Wird ein verdächtiger Befund in der Brust diagnostiziert, versucht man zunehmend, diesen vor einer eventuellen Operation weiter abzuklären.

Bei gutartigen Befunden verhindert dieses überflüssige Operationen.
Bei bösartigen Befunden ist eine genauere Planung der Behandlung möglich.

Dabei wird bei allen Biopsieverfahren eine Nadel in den verdächtigen Herd eingeführt und dadurch Gewebe entnommen. Dieses geschieht ambulant in lokaler Betäubung und hinterläßt keine Narben.

Diese Biopsie kann sonographisch oder mammographisch gesteuert werden.

Verdächtige Läsionen bis zu 1 cm können mit der Vakuumstanzbiopsie komplett entfernt werden.

 

Was - wann - wie oft ?

Sie sollten mit Ihrem Frauenarzt/-ärztin das Thema Vorsorge ansprechen. Ihr Arzt zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Brust selbst untersuchen können und wie oft zusätzliche Untersuchungen erforderlich sind.

Für Patientinnen ohne Risikofaktoren und ohne Symptome gilt:

  • Regelmäßige Tastuntersuchung ab dem 25.Lebensjahr
  • Basismammographie, ggf mit Ultraschall zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr
  • Zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr regelmäßige Mammographien, je nach Dichte der Brust in Absprache
  • Ab 50. Lebensjahr regelmäßige Mammographie in maximal zweijährlichem Abstand
So sieht unsere Mammographie aus:
 
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