Telefon: +49 7136 270 5050
Telefax: +49 7136 270 5051

Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Lungenkrebs

Warum Lungenkrebs-Vorsorgeuntersuchung?

Der Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) ist der zweithäufigste Krebsart in Deutschland. Klinische Symptome treten meist erst in einem fortgeschrittenen - und dann oft nicht mehr heilbaren - Stadium auf.

Zu den Risikopatienten gehören Raucher, die 10 "Packungsjahre" geraucht haben (z.B. 10 Jahre eine Packung pro Tag oder 5 Jahre zwei Packungen pro Tag).

In der ELCAP-Studie (Early Lung Cancer Action Project) wurde in den USA nachgewiesen, daß das CT-Lungenscreening der normalen Röntgenaufnahme beim Nachweis des Lungenkrebses in einem frühen Stadium hoch überlegen ist. Im normalen Röntgenbild der Lunge werden nur 14% der kleinen Tumoren entdeckt, die in der CT erkennbar sind. Damit führt das CT-Lungenscreening dazu, daß mehr Tumoren in einem frühen Stadium behandelt werden können. Es besteht dann eine Heilungschance von 70-80%, während ohne diese Vorsorgeuntersuchung die 5-Jahres-Überlebensrate bei Lungenkrebs nur ca. 12% beträgt.

 

Wie funktioniert die Lungenkrebs-Vorsorgeuntersuchung?

Mit der ultraschnellen Mehrfachdetektor-Spiral-Computertomographie kann man während eines Atemstillstandes von ca. 15-20 sec. 300-400 Schichten von 2mm Dicke messen, die eine lückenlose Darstellung des Lungengewebes ergeben. Eine Kontrastmittelgabe ist nicht notwendig. Die Untersuchung erfolgt mit minimaler Strahlendosis, die nur etwa 10% einer üblichen CT des Brustkorbes beträgte. CT-Lungenscreening ist schmerzfrei und erfordert keine besondere Vorbereitung des Patienten.

 

Welche klinische Bedeutung hat das Untersuchungsergebnis?

Verbesserte Vorsorgeprogramme haben die Behandlungsergebnisse bei Krebs der Brust, des Dickdarms, der Prostata und der Gebärmutter wesentlich verbessert, da die Tumoren in einem frühen Stadium erkannt und erfolgreich behandelt werden können. Für den Lungenkrebs fehlte bislang eine geeignete Vorsorgeuntersuchungstechnik. Dies führt auch heute noch dazu, daß Lungenkrebs in der Regel erst in einem späteren und dann oft nicht mehr heilbaren Stadium erkannt wird.

Neue Studien deuten darauf hin, daß die Heilungschance des Lungenkrebses von derzeit 12% auf 70-80% gesteigert werden kann, wenn die Erkrankung durch das CT-Lungenscreening in einem frühen Stadium nachgewiesen wird.

Positiv ist auch, daß nach Erfahrungen dieser Studien fast 50% der Raucher im Anschluß an das Lungenscreening ihr Rauchverhalten geändert haben; 23% haben das Rauchen aufgegeben, 27% deutlich reduziert!

 
© Copyright Zentrum für Radiologie im Klinikum am Plattenwald 2015