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CT Intervention / Schmerztherapie

CT-gesteuerte Schmerztherapie

In unserer Abteilung führen wir folgende CT-gesteuerte Schmerztherapien durch:

  • Wurzelblockaden der gesamten Wirbelsäule einschl. des C2-Segment und der sakralen Nervenwurzeln
  • Facettenblockaden
  • Sympathische Blockaden (Stellatumblockade, Coeliacusblockade, thorakale und lumbale Sympathicolyse, Blockaden des Plexus hypogastricus, Blockade des Plexus brachialis und des präsacralen und präcoccygealen sympathischen Plexus)
  • Blockade von ISG und Rippenartikulationen
  • Schmerztherapie bei Tumorinfiltration

Die Befunde und Röntgenbilder von Patienten können uns jederzeit für eine Erst- oder Zweitmeinung vorgestellt werden.

Idealerweise sollte es vor der Intervention eine neurologische oder schmerztherapeutische Diagnostik mit Festlegung der zu blockierenden Segmente bzw. der zu blockierenden Struktur geben. Das Gerinnungslabor (Quick, PTT, Thrombozyten), bei viszeralen Blockaden auch eine Einverständniserklärung über iv-Kontrastmittelapplikation, einen aktuellen Serumkreatininwert und eine Schilddrüsensonografie oder den TSH-Basalwert ist für abdominelle Blockaden erforderlcih, kann aber auch von uns selbst veranlaßt werden.

CT-gesteuerte Intervention

In unserer Abteilung führen wir folgende CT-gesteuerte Interventionen durch:

  • Hochgeschwindigkeitsbiopsien von verdächtigem Gewebe aller Körperregionen.
  • Drainagen und Ableitungen von Seromen, Abszessen, Pankreatitiden etc.
  • Radiofrequenzablationen von Leber, Nieren und sonstigen Tumoren.
  • Vertebroplastien von Wirbelsäulenfrakturen.
Stanze CT gesteuert
Stanze CT gesteuert
Stanze CT gesteuert
Stanze CT gesteuert
   
CT gesteuerte Drenage
CT gesteuerte Drenage
CT gesteuerte Drenage
CT gesteuerte Drenage
   
CT Intervention
CT gesteuerte Intervention (periradikuläre Infiltration),
Überwachung mit In Room Monitoring und CT Fluoroskopie (kontinuierliche DL).
   

Radiofrequenzablation

Eine neue, hoffnungsvolle Methode zur Behandlung von Lebertumoren und Lebermetastasen ist die Radiofrequenzablation. Es werden deutliche verbesserte Ergebnisse in der Behandlung mit dieser Methode festgestellt.

In Frage kommt diese Methode der Behandlung dann, wenn konventionelle Operationen nicht in der Lage sind, Tumorgewebe zu entfernen, die Operation aufgrund der bestehenden Begleitumstände zu risikoreich wäre oder alternative Behandlungsverfahren ausgeschöpft sind. Bei zahlreichen Menschen in der Welt entstehen im Jahr neue Metastasen der Leber durch Krebserkrankungen, insbesondere des Darm- und Magentraktes. Meistens spielt die Strahlentherapie hier in der Behandlung keine Rolle. Die Chemotherapie ist ein Verfahren, das in entsprechenden onkologischen Zirkeln diskutiert werden muss. Wenn eine konventionelle Operation möglich ist, so sollte diese immer ausgeführt werden, da diese der einzige kurative Ansatz bei Lebermetastasen ist. Sofern eine Operation nicht in Frage kommt, z. B. weil sich mehrere Tumore gebildet haben, diese ungünstig verteilt sind, die Lage zentral ist oder auch die Leber ansonsten so Einschränkungen hat, dass die Operation nicht ausgeführt werden kann, sollte über Alternativen nachgedacht werden.

Eine Alternative ist die Möglichkeit, Zellstrukturen der Tumorzellen durch Temperatureinwirkung abzutöten. Bei dieser Technik wird elektrische Energie in das Gewebe eingeleitet. Es kommt zur Umwandlung dieser Energie in Hitze, die das Tumorgewebe verkocht.
Im Klinikum am Plattenwald wird vom Zentrum für Radiologie und Intervention in Zusammenarbeit mit der Onkologischen Sektion, der Klinik für Gastroenterologie und der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie die Radiofrequenzablation mit zunehmenden Patientenzahlen angewendet. Gleichzeitig kann in einzelnen Fällen auch intraoperativ diese Methode verwendet werden, wenn sich z. B. nicht alle Leberherde operativ entfernen lassen oder eine Operation aus anderen Gründen notwendig wird.

RFA 1
RFA 1
RFA 2
RFA 2

Die Vertebroplastie

Die Vertebroplastie (oder Osteoplastie) ist eine medizinische Behandlungsmethode von Knochenschmerzen, die für Patienten mit Rückenschmerzen (oder Schmerzen im Bereich anderer Knochen, dann Osteoplastie) geeignet sein kann.

Bei einer Reihe von Erkrankungen, die mit starken Knochenschmerzen der Wirbelsäule oder anderer Knochen einhergehen konnte in der Vergangenheit eine gute Wirksamkeit der Vertebroplastie (bzw. de Osteoplastie) erzielt werden.

Zu diesen Krankheiten gehören in erster Linie die Osteoporose sowie der Befall durch Tumorerkrankungen.

Bei diesen Erkrankungsgruppen wird der Schmerz durch einen zunehmenden Verlust an Knochenmasse bedingt, der auch durch eine zunehmende Verformung des Knochens begleitet sein kann. Diese Verformung empfindet der Patient als stechenden manchmal auch dumpfen, bohrenden Schmerz.

Bei der Vertebroplastie (bzw. Osteoplastie) wird der Verlust an Knochenmasse durch das Einspritzen von zunächst flüssigem Knochenzement wieder ausgeglichen.
Dazu wird in lokaler Betäubung mit Hilfe einer Nadel vom Rücken her der Wirbelkörper punktiert. Dies geschieht unter ständiger Bildkontrolle durch den behandelnden Arzt. Wenn die Nadel richtig plaziert ist, wird, ebenfalls unter ständiger Bildkontrolle, der Knochenzement in den Knochen gespritzt.

Durch die lokale Betäubung und durch ein zusätzlich gegebenes Schmerzmittel, ist diese Behandlungsform nahezu schmerzfrei. Innerhalb weniger Minuten härtet der Zement aus; dadurch kommt es zu einer inneren Stabilisierung des Knochens und zu einer schnellen und lang-anhaltenden Schmerzlinderung.

Das Verfahren ist für bestimmte Patienten mit Osteoporose oder Tumorerkrankungen geeignet
Diese Behandlungsmethode hat sich für die Behandlung sehr starker Rückenschmerzen (oder Schmerzen anderer Knochen) bei Osteoporose oder aber bei Tumorkrankheiten bewährt.

Vertebroplastie (bzw. Osteoplastie) bei Osteoporose
Starke Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten und Beschwerden, über die Patienten mit Osteoporose klagen. Diese Schmerzen sind durch zunächst sehr kleine später dann aber auch durch grössere und im Röntgenbild erkennbare Knochenbrüche bedingt, die zu einer Verformung des einzelnen Wirbelkörpers und schliesslich auch zu einer Verformung der gesamten Wirbesäule führen können (Witwenbuckel).

In der Regel soll bei Patienten mit solchen Rückenschmerzen zunächst für eine Zeitraum von ca. 3-6 Wochen versucht werden, die Schmerzen mit anderen bewährten Mitteln zu lindern. Zu diesen Mitteln zählen Schmerzmedikamente (als Tabletten oder aber als Schmerzpflaster), Medikament zur Behandlung der Osteoporose oder eineRuhigstellung.
Wenn dies erfolglos bleibt, oder die Medikamente aus bestimmen Gründen nicht vertragen werden, kann die Vertebroplastie in geeigneten Fällen eingesetzt werden.

Die Behandlung der Schmerzen durch dieses Verfahren ersetzt in keiner Weise die Therapie der zugrunde liegende Osteoporose.
Vertebroplastie (bzw. Osteoplastie) bei Tumorerkrankungen Bei bestimmten Tumorerkrankungen kann es zu einem Befall der Knochen kommen. Durch diesen Befall kann es, wie bei der Osteoporose (s.o.), zu sehr starken Rückenschmerzen bzw. Knochenschmerzen an anderer Stelle kommen.

In diesen Fällen kann die Vertebroplastie (bzw. die Osteoplastie) geeignet sein, die Schmerzen zu lindern.
Die Behandlung der Schmezen durch dieses Verfahren ersetzt in keiner Weise die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung und kann begleitend zu Chemotherapie und/oder Strahlentherapie durchgeführt werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder setzen Sie Sich mit uns in Verbindung.

Interne Stabilisierung durch Einspritzen von Knochenzement
Der Knochenschmerz wird durch eine zunehmende Instabilität des Knochens hervorgerufen, die zu einer Verformung des Knochens führt. Da die Knochenhaut durch sehr viele „Schmerz-Nerven“ versorgt wird empfindet der Patient starke Schmerzen.
Bei der Vertebroplastie (bzw. Osteoplastie) wird die verlorengegangene Knochenmasse durch das Einspritzen von Knochenzement wieder ausgeglichen und der Knochen von innen her stabilisiert. Dadurch wird die schmerzhafte Verformung verhindert und der Patient erfährt eine sehr schnelle und lange andauernde Schmerzlinderung.

Die überwiegende Zahl der Patienten ist hinterher „sehr zufrieden“
Die Wirksamkeit der Vertebroplastie messen wir anhand verschiedener subjektiver oder objektiver Kriterien. Dazu gehört die individuelle Schmerzempfindung des Patienten, die Menge und Art der Medikamente, die genommen werden müssen, um den Schmerz ertragen zu können und die Einschränkung, die der Patient durch die Schmerzen in seinem täglichen Leben in Kauf nehmen muss.

Schliesslich befragen wir die Patienten in regelmässigen Abständen nach der Behandlung, ob sie die Behandlung wieder wählen würden, wenn sie nochmals vor der Frage ständen.
Nach bisherigen Erkenntnissen, die sich auf bisher veröffentlichte Studien und auf die eigenen Erfahrungen beziehen, kann bei sorgfältiger Auswahl der Patienten und ausgefeilter Technik bei der Durchführung der Methode bei der überwiegenden Anzahl der Patienten eine gute, schnelle und lange andauernde Schmerzlinderung erzielt werden.
Ca. 80% der Patienten sind nach der Behandlung schmerzfrei oder können den geringen Restschmerz durch leichte Schmerzmedikamente gut kontrollieren. Die überwiegende Anzahl der Patienten, die wegen der Schmerzen nicht oder nur mit Hilfestellung laufen konnten, können sich nach der Behandlung wieder alleine und frei bewegen.
Die Menge an Schmerzmedikamenten und insbesondere die Stärke der Medikamente kann nach der erfolgreichen Behandlung deutlich verringert werden, bzw. werden Schmerzmedikamente häufig gar nicht mehr gebraucht. Schliesslich gaben über 80% der Patienten ein Jahr nach Vertebroplastie an, sich wieder für die Vertebroplastie zu entscheiden, sollten sie nochmals vor dieser Entscheidung stehen.

Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel einen Tag.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist zunächst die sorgfältige klinische Untersuchung, die den Schmerzort genau eingrenzen soll. Dann müssen eine Reihe von bildgebebenden Verfahren (in der Regel Röntgenbilder und die Kernspintomographie) eingesetzt werden, um die Beschaffenheit des Knochens genau beurteilen zu können.
Wenn diese Voruntersuchungen abgeschlossen sind, beträgt der Krankenhausaufenthalt in der Regel einen Tag.

Vertebroplastie
Vertebroplastie
Vertebroplastie
Vertebroplastie
 
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