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Besondere Verfahren

Angiojet

Die Behandlung von Stenosen mit nachweisbaren Thromben nach perkutaner transluminaler k Angioplastie ist mit einer hohen Komplikationsrate verbunden. In der Folge werden nicht selten periphere Embolisierungen und  verminderte Perfusionen (no reflow) beobachtet.

Der AngioJet-Thrombektomie-Katheter ermöglicht es auf sicherem Wege ohne Embolisierung Thromben aus den Arterien zu entfernen. Hierzu wird Kochsalzlösung mit hoher Geschwindigkeit über sechs Düsen in die Spitze eines speziell entwickelten Katheters geleitet, so daß nach dem Bernoulli-Prinzip ein Vakuum entsteht. Das thrombotische Material wird durch den Katheter entfernt. Um diesen Effekt zu erreichen, wird an den Katheter ein Druck von 6000 at abgegeben, der sich durch einen Druckabfall innerhalb des Katheters auf 170 at verringert. Sechs Jets erhalten damit einen Flüssigkeitsstrahl, der bis zu 500 km/Stunde erreicht. Vor der Anwendung wird der Katheter an eine spezielle Konsole angeschlossen und gefüllt. Die an den Katheter abgegebene, mit Heparin versetzte Kochsalzlösung wird im Rücklauf in ein spezielles Sammelgefäß für spätere Untersuchungen geleitet. Ein elektronischer Luftdetektor verhindert, daß Luftblasen die Katheterspitze erreichen können, indem das System sofort gestoppt wird. Aufgrund der Größe des Katheters können nur Gefäße mit einem Durchmesser von mehr als 2 mm behandelt werden. Zusätzlich zur AngioJet-Thrombektomie ist eine Weiterbehandlung notwendig, wenn höhergradige Einengungen nach der Behandlung verbleiben.  Neben den bei jeder Intervention möglichen Komplikationen tritt bei Behandlungszeiten von mehr als 15 Minuten eine Hämolyse auf, so daß zur Überwachung bei Eingriffen mit dem Thrombektomiekatheter zusätzlich die Bestimmung von Hämolysemarkern notwendig ist.  Mit dem AngioJet-Thrombektomie-Katheter steht im Zentrum für Interventionelle Radiologie ein Therapieverfahren zur Verfügung, das das Instrumentarium in unseren  Katheterlaboren  erweitert und eine neue Möglichkeit der Behandlung von Thrombusbildungen darstellt.

Neben dem Angiojet setzen wir in besonderen Fällen den Microvena Clotbuster ein. Diese Verfahren basiert auf einem mit hoher Drehzahl rotierenden Messer, das den Thrombus in Teilen, die kapillargängig sind, zerkleinert und ebenfalls geeignet ist, Gefäße der unteren Etxremität freizumachen.

Das SilverHawk® Plaque Excision System ist ein medizinsiches Gerät, mit dem man Plaques, die den Blutfuss verhindern oder verschlechtern, aus dem Gefäßentfernen kann.  Mit dem gerät  wird der Kalk aus dem Gefäß entfernt.

Der SilverHawk ist fähig, große Mengen Plaques aus dem Gefäß zu entfernen, ohne die Gefäßwand zu überdehnen und dabei den Blutfluss wiederherzustellen.

 

Mit Medikamenten beschichtete Stents (drug eluting stents)

Eine Weiterentwicklung ist die Verwendung von Gefäßstents, die mit aktiven Substanzen, z. B. Glucocorticoiden, Zytostatika, Immunmodulatoren oder Antiproliferativa beschichtet sind.

Ein drug eluting stent (DES) setzt kleine Mengen von Arzneistoffen frei, die die Zellneubildung hemmen. Zwei Wirkstoffe haben sich bei der Behandlung mit medikamentenfreisetzenden Stents durchgesetzt: das Immunsuppressivum Sirolimus und das Krebstherapeutikum Paclitaxel. Solche Stents werden in Deutschland seit 2002 neben dem konventionellen unbeschichteten Stent (bare metal stent/BMS) eingesetzt.

Cordis brachte als erstes Unternehmen den medikamentenfreisetzenden Stent Cypher auf den Markt. Mittlerweile haben fast alle großen Unternehmen einen beschichteten Stent auf den Markt gebracht, so zum Beispiel Boston Scientific, Medtronic, Terumo, und Abbott. Im Wesentlichen unterscheiden sich die Stents durch das verwendete Medikament und Polymer. Medtronic setzt dabei statt auf den sonst üblichen Stahl auf eine Kobalt-Nickel-Legierung, andere Hersteller auf eine Kobalt-Chrom-Legierung das Zentrum für Radiologie verwendet der Cook Zilver PTX Stent..

Metaanalysen zeigen bezüglich der Sterblichkeitsrate von Patienten keinen signifikanten Unterschied zwischen medikamentenfreisetzenden Stents und unbeschichteten Stents, obwohl man eine erhöhte Stentthrombose-Rate im Langzeitverlauf bei Paclitaxel-Stents beobachtet hatte. Es wird momentan empfohlen, die medikamentenfreisetzenden Stents bevorzugt bei erhöhtem Risiko einer Restenose (wie bei Diabetikern), jedoch zurückhaltend bei erhöhtem Risiko einer Stentthrombose einzusetzen.

Medikamentenfreisetzende Stents sollen nicht eingesetzt werden, wenn die Möglichkeit einer verlängerten Clopidogrelgabe z. B. wegen einer anstehenden chirurgischen Behandlung nicht gegeben ist oder wenn damit zu rechnen ist, dass der Patient die Medikation nicht einhält. (Wikipedia, März 2011).

 

Drug Eluting Balloons

Der Medikamenten-beschichte Ballonkatheter bzw. Medikament-freisetzender Ballonkatheter (engl. drug-eluting balloon, kurz DEB, oder drug-coated balloon) ist eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Ballonkatheter. Die Ballonoberfläche ist hierbei mit einem Medikament beschichtet, das an der Stelle der Gefäßverengung aufgetragen wird. Zur Zeit wird das Zytostatikum Paclitaxel verwendet. Das Medikament soll ein gefäßverengendes Überwuchern der erweiterten Stelle verhindern. Im Gegensatz zur Stent-Therapie verbleibt nach dem Eingriff kein mechanisch wirkender Fremdkörper im Körper. Der Einsatz beschränkt sich zur Zeit auf In-Stent Restenose und Bifurkationen im Koronarbereich sowie Renalgefässe, Femoralaterien und Unterschenkelarterien im peripheren Bereich. (Wikipedia, März 2011).

drug eluting stent
drug eluting stent
Angiojet
Angiojet
   
SilverHawk® Plaque Excision System
SilverHawk® Plaque Excision System
 
 
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